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Vitamin B bei Nervenschmerzen | Informationen & Tipps

Zuletzt aktualisiert am: 18.10.2016 10:25:16
Vitamin B bei Nervenschmerzen | Informationen & Tipps

Die Gabe von Vitamin B bei Nervenschmerzen ist oft erfolgreich: Einerseits gibt es die Vitaminmangelsituation, die auch Nervenschmerzen verursacht. Andererseits gibt es einige Erkrankungen des Nervensystems, die positiv auf eine Behandlung mit Vitaminen aus der B-Gruppe reagieren. Da die meisten dieser Vitamine wasserlöslich sind, wird im Normalfall ein Zuviel an Vitamin über den Urin ausgeschieden. Werden Nervenschmerzen mit Vitamin B behandelt, sind bei deutlicher Überdosierung dennoch Nebenwirkungen möglich.

Nervenschmerzen und Vitamin B

Die Vitamin-B-Gruppe ist in vielfältiger Weise für das Nervensystem mitverantwortlich. Nervenschmerzen, die durch einen kurzzeitigen Vitaminmangel ausgelöst wurden, können durch Zufuhr von Vitamin B wieder ausgeglichen werden, solange die Nerven nicht irreversibel geschädigt wurden. Doch auch, wenn kein Vitamin-B-Mangel vorliegt, kann, wie Studien belegen, eine Behandlung mit Vitamin B bei Nervenschmerzen wirksam sein:

  1. Vitamin B1 bei Nervenentzündungen (Neuritiden), allg. Nervenschmerzen sowie Rückenschmerzen, Fibromyalgie
  2. Vitamin B6 bei Karpaltunnelsyndrom
  3. Vitamin B12 bei Schmerzen durch Osteoarthritis, Ischiasbeschwerden, Neuralgien, Zervikalsyndrom

In einer weiteren Studie wurde nachgewiesen, dass eine Kombination von Vitamin B1, B6 und B12 bei der diabetischen Neuropathie die Nervenleitgeschwindigkeit erhöht, jedoch kam es zu keiner allgemeinen Besserung der chronischen Beschwerden. Bei akuten Nervenschmerzen - neuropathischen und Nervenschmerzen von Muskulatur oder Skelett -, konnte durch B1 (Thiamin), B6 (Pyridoxin) und B12 (Cobalamin) die Schmerzsymptomatik sehr deutlich verbessert werden. Bei alkoholbedingter Neuropathie - die oft durch eine einseitige Ernährungsweise mitverursacht wird -, kann eine Diät, die reich an B-Vitaminen ist, die Beschwerden zum Verschwinden bringen.

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Vitamin B bei Nervenschmerzen: Bedarf bzw. therapeutische Empfehlung

Der normale Bedarf an B-Vitaminen für Erwachsene:

  •           Vitamin B1: 1,0 - 1,3 mg/Tag
  •           Vitamin B6: 1,2 - 1,5 mg/Tag
  •           Vitamin B12: 3 µg/Tag

Reich an den vielen B-Vitaminen sind Fleisch, Fische, Leber, Keimlinge, Vollkornprodukte und Nüsse. Vitamin B12 ist vor allem in Innereien, aber auch in Sauerkraut vorhanden und kann - im Gegensatz zu den anderen wasserlöslichen B-Vitaminen - in geringem Maße vom Körper gespeichert werden. Für die Behandlung von Nervenschmerzen mit Vitamin B wurden als Monotherapien erfolgreich eingesetzt:

  •           Vitamin B1: 20 - 200mg/Tag
  •            Vitamin B6: 100 - 500 mg/Tag
  •           Vitamin B12: 5 - 10 mg/Tag

Vitamin B12 wird auch zur Behandlung von Hauterkrankungen (Psoriasis, Neurodermitis) eingesetzt. Ein enger Verwandter des Cobalamins wird als Antidot bei Blausäurevergiftungen verwendet.

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Nebenwirkungen bei Behandlung von Nervenschmerzen mit Vitamin B

Bei einer zu hohen Dosierung von Vitamin B6 sind neurotoxische Wirkungen zu erwarten. Auch eine medikamentöse Akne kann auftreten. Nach Anwendung eines Vitamin-B-Komplexpräparates trat bei einer Frau ein Hautausschlag (Rosacea) auf. Vereinzelt kam es zu allergischen Erscheinungen nach Injektionen von Vitamin B1 und B12.

Vitamin B bei Nervenschmerzen: Medizinische Risiken

Bei vorliegender Überempfindlichkeit gegen Vitamin-B-Supplementierung sollte darauf verzichtet werden. Durch bestimmte Krebsmedikamente kann Vitamin B1 inaktiviert werden. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte eine Medikamentierung mit Vitamin B6 nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen, da eine Überdosierung sich schädigend auf den Fetus bzw. den Säugling auswirken kann.

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