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Morton Neurom (Morton-Neuralgie)

Zuletzt aktualisiert am: 22.03.2016 15:16:20
Morton Neurom (Morton-Neuralgie)

Der menschliche Fuß ist perfekt auf das Barfußlaufen ausgelegt. Die moderne Schuhmode mit hohen Absätzen und wenig Zehenfreiheit kann die Füße im wahrsten Sinne des Wortes in Bedrängnis bringen. Auch hohe sportliche Belastungen oder extrem zehenbelastende Tanzarten wie Ballett können zu Vor- und Mittelfußschmerzen führen. Betroffene können ein sogenanntes Morton Neurom, auch Morton-Syndrom genannt, entwickeln. Hierbei reagieren die bedrängten Fußnerven mit stechenden und brennenden Schmerzen. Frauen sind von dieser Problematik fünfmal häufiger betroffen als Männer. Oft reicht eine konservative Behandlung aus, um die Probleme in den Griff zu bekommen. In schweren Fällen kann eine Operation das Leiden beheben.

Morton Neurom (Morton-Neuralgie) – Entstehung und Beschwerden

Mit dem Begriff Morton Neurom oder Morton-Neuralgie wird eine schmerzhafte Erkrankung des peripheren Nervensystems des Fußes, meist zwischen dem dritten und vierten Zeh, bezeichnet. Auslöser sind Schwellungen an den Interdigitalnerven. Diese befinden sich an den Mittelfußknochen, genauer im Bereich von deren Köpfchen. Durch zu hohen Kompressionsdruck, wie er etwa bei engem Schuhwerk oder einseitiger sportlicher Belastung entstehen kann, kommt es zur Bedrängung der Fußnerven. Betroffene der Morton-Neuralgie leiden deshalb unter stechenden und brennenden Fußschmerzen, die von Taubheitsgefühlen und Sensibilitätsstörungen begleitet werden können. Ebenso ist es möglich, dass sich ein sogenanntes Neurom bildet. Darunter versteht man ein gutartiges Nervengeschwulst. Diese Symptome sind typisch für ein Morton Neurom:

  • Kribbeln, Prickeln oder sogenanntes Ameisenlaufen
  • Stechen, Brennen, Taubheit, Gefühlsstörungen
  • Schmerzen, die in die Zehen ausstrahlen
  • Schmerz, der in Abhängigkeit von Belastungen auftritt
  • Schmerz, der sofort nachlässt, wenn die Schuhe ausgezogen werden

Nicht zu verwechseln ist eine Morton-Neuralgie mit belastungsunabhängigen Ruheschmerzen, Anlaufschmerzen am Beginn der Belastung oder nächtlich auftretenden Vorfußschmerzen.

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Ein Morton Neurom (Morton-Neuralgie) richtig behandeln

Um die richtige Behandlungsstrategie für eine Morton-Neuralgie zu finden, müssen alle möglichen Ursachen abgeklärt werden. Dazu empfiehlt es sich, einen Fußspezialisten aufzusuchen. Dieser kann durch eine podometrische Untersuchung, mit welcher er den Fußdruck elektronisch misst, die Krankheitsursache herausfinden. Oft tritt das Mortonsyndrom auch zusammen mit einem Spreizfuß auf, da hier das Quergewölbe des Fußes abgesenkt ist. Die verschobene Belastungslinie kann zu einer Dauerreizung der Nerven und damit auch zu einer Morton-Neuralgie führen. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden, welche die unangenehmen Mittelfußschmerzen beheben können. Dabei muss nicht immer gleich an eine Operation gedacht werden. Konservative Therapiemöglichkeiten beim Mortonsyndrom:

  • Entlastung der Füße durch das Tragen weiter und weicher Schuhe
  • Einlagen, die den Fuß stützen
  • Ultraschall oder Kältetherapie
  • Injektionen mit Cortison oder Anästhetika
  • Fußmassagen

Erst wenn all diese Methoden keinen Erfolg zeigen, wird ein Mortonsyndrom operiert. Es gibt zwei gängige Operationsmethoden. Erstens die sogenannte Dekompression, bei der das Bindegewebe geöffnet wird, was zu einer Druckentlastung der gereizten Nerven führt. Und zweitens die Neuroektomie, bei der das veränderte Nervengewebe entfernt wird.

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Vorbeugen für dauerhafte Fußgesundheit

Ein Morton Neurom kann die Lebensqualität sehr stark beeinflussen, weil für Betroffene oftmals kein schmerzfreies Gehen und Stehen mehr möglich ist. Die beste Therapie ist deshalb das Vorbeugen, um es gar nicht so weit kommen zu lassen. Dazu gehört vor allem das Tragen bequemer Schuhe! Ausreichend Platz für die Zehen, eine Unterstützung des Quergewölbes und flache Absätze sind eine Wohltat für die Füße. Wenn gar nicht auf das Tragen von High Heels verzichtet werden kann, empfehlen Ärzte, möglichst viele verschiedene Schuhmodelle zu tragen. Damit wird die Art der Fehlbelastung auf den Vorderfuß variiert und der Entstehung einer Morton-Neuralgie vorgebeugt.

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