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Neuralgie-Behandlung (Nervenschmerzen) | Möglichkeiten & Tipps

Zuletzt aktualisiert am: 23.06.2016 17:30:12
Neuralgie-Behandlung (Nervenschmerzen) | Möglichkeiten & Tipps

Von einer Neuralgie ist die Rede, wenn im Versorgungsgebiet eines oder mehrerer Nerven starke Schmerzen auftreten. Die Schmerzattacken erfolgen dabei häufig blitzartig, ohne dass eine äußere Schädigung ersichtlich ist. Weil der Schmerz entweder durch den Nerv selbst oder durch das Gehirn verursacht wird, helfen weder Salben noch herkömmliche Schmerztabletten. Daher ist es nicht ganz einfach, Nervenschmerzen zu behandeln.

Ursachen und Symptome von Neuralgien

Nervenschmerzen entstehen durch eine Schädigung der Nerven. Diese kann durch Druck, Entzündungen, Verätzungen, Strahlungen oder Stoffwechselstörungen hervorgerufen werden. Es gibt verschiedene Schädigungsmuster, die jedoch auch gleichzeitig vorliegen können. So führen die Verletzung der Markscheide und die daraus resultierenden freiliegenden Nervenfasern dazu, dass die Schmerzfasern elektrischen Impulsen ausgesetzt sind. Eine Blockade der Informationsleitungen bewirkt hingegen einen Informationsmangel im Nervensystem, der sich zunächst durch ein Gefühl der Taubheit und später durch den typischen Nervenschmerz äußert. Die dritte Möglichkeit ist eine Durchblutungsstörung, deren Ursache der Druck auf einzelne Nerven ist. In diesem Fall lösen Stoffwechselstörungen den Schmerz und damit die Neuralgie aus. Da grundsätzlich jeder Nerv von einer Schädigung betroffen sein kann, liegen zum Teil recht unterschiedliche Symptome vor. Häufig ist ein kurzer, plötzlich reißender Schmerz spürbar. Weitere Beschwerden sind beispielsweise:

  • brennender Dauerschmerz
  • Überempfindlichkeit der Haut bei Berührung
  • motorische Störungen
  • Kribbeln oder Jucken der Haut
  • drückende oder stechende Schmerzen
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Behandlung von Nervenschmerzen

Damit bei einer Neuralgie die Behandlung möglichst optimal verläuft, ist es nötig, die Ursache der Schmerzen genau zu kennen. In jedem Fall gehört die Behandlung von Nervenschmerzen in die Hände erfahrener Ärzte. Häufig erfolgt bei Neuralgien eine Behandlung mit Antiepileptika. Diese Medikamente kommen normalerweise bei der Therapie von Epilepsie zum Einsatz. Sie zeigen jedoch auch bei neuropathischen Schmerzen, insbesondere bei der Trigeminusneuralgie, eine positive Wirkung. Morphin zählt ebenfalls zu den Arzneimitteln, die angewendet werden, um Nervenschmerzen zu behandeln. Bewährt hat sich bei Nervenschmerzen auch die Behandlung in Form einer Lokalanästhesie. Hierbei blockiert das injizierte Lokalanästhetikum die betroffenen Nerven an deren Austrittsstellen. Ist eine Ischiasreizung der Grund für die Schmerzen, gilt es, die Ursache für die Kompression zu beseitigen.

Wird ein Bandscheibenvorfall als auslösender Faktor diagnostiziert, erfolgt die Behandlung in der Regel konservativ mit geeigneter Physiotherapie und Schmerzmitteln. Gehen die Entzündung und die Schwellung zurück, wird der Nerv automatisch entlastet und die Nervenschmerzen klingen ab. In einigen Fällen bedarf es aber auch einer Operation, um eine Entlastung des Nervs herbeizuführen. Erheblichen Schwierigkeiten bereitet die Therapie bei Postzoster-Neuralgie. Wie bei der Trigeminusneuralgie werden auch hier Antiepileptika verwendet. Bestimmte Antidepressiva, die gegen Schmerzen wirken, kommen hierbei ebenfalls für die Behandlung neuropathischer Schmerzen zur Anwendung, zum Teil auch in Verbindung mit Neuroleptika. Treten Nervenschmerzen in Zusammenhang mit einer Borreliose auf, werden für die Neuralgien Behandlung gleichfalls Antiepileptika eingesetzt. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind Dauerkatheter, die innerhalb von zehn Tagen bis zwei Wochen ein Lokalanästhetikum unmittelbar an den betroffenen Nerv abgeben.

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Dosierung der Medikamente bei der Neuralgie Behandlung

Die Behandlung neuropathischer Schmerzen erfolgt individuell abgestimmt auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten. Die Medikamente müssen genau nach Vorgabe eingenommen werden, um Wirkung zu zeigen. Eine Zufuhr der Wirkstoffe auf natürlichem oder nahrungsergänzendem Wege, beispielsweise durch homöopathische Heilmittel, zeigt zwar bei einigen Betroffenen Erfolg, ist aber klinisch bisher nicht bewiesen.

Medizinische Risiken einer Nervenschmerzen Behandlung

Die bei der Behandlung von Neuralgien verwendeten Medikamente können wirksam sein, jedoch auch viele Nebenwirkungen haben. Gerade Morphin und morphinartige Arzneimittel stellen wegen der drohenden Medikamentenabhängigkeit ein hohes Risiko dar.

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