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Nervenschmerzen unter der Haut: Symptome und Therapie

Zuletzt aktualisiert am: 23.06.2016 17:34:53
Nervenschmerzen unter der Haut: Symptome und Therapie

Das größte menschliche Organ ist die Haut. Sie umgibt und schützt den Körper, kann aber auch zum Entstehungsort von Schmerzen und Unwohlsein werden. Eine besondere Stellung nehmen hier die Nervenschmerzen unter der Haut ein. Mediziner nennen sie neuropathische Schmerzen. Sie können sich auf verschiedene Weise ausdrücken. Die Diagnose dieser Symptomatik ist nicht immer einfach, denn Nervenschmerzen können viele unterschiedliche Ursachen haben.

Wie fühlen sich Nervenschmerzen der Haut an?

Plötzlich brennt die Haut wie Feuer oder es fühlt sich an, als ob der Betroffene von vielen Nadeln gestochen wird. Ein direkter Auslöser ist oft nicht erkennbar. Einige Patienten leiden über einen längeren Zeitraum an Nervenschmerzen unter der Haut. Die Symptomatik schließt zusätzlich eine abgeschwächte Weiterleitung von Reizen ein. Das kann bedeuten, dass die Haut weniger empfindlich auf Temperaturen und Berührung reagiert. Weiterhin kommen Kribbelparästhesien vor, die als ein Gefühl von Ameisen auf der Haut beschrieben werden. Reagiert die Haut schon auf leichte Reize mit Schmerzen, bezeichnen Ärzte diesen Zustand als Allodynie.

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Welche Ursachen sind für Nervenschmerzen der Haut bekannt?

Stellt sich ein Patient mit Nervenschmerzen unter der Haut dem Arzt vor, müssen diverse Ursachen und Grunderkrankungen in Betracht gezogen werden. Der Mechanismus des Schmerzes ist immer ähnlich. Der Nerv, der den Schmerz leitet, ist an einer oder mehreren Stellen geschädigt. Diese Schädigung kann innerhalb des zentralen Nervensystems in Gehirn und Rückenmark liegen. Oder sie befindet sich näher an der Haut im weiterleitenden Nervensystem.

Verursachende Erkrankungen sind zum Beispiel:

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Wie werden Nervenschmerzen der Haut behandelt?

Schmerzen sind ein Symptom, das sehr quälend sein kann. Viele Schmerzpatienten sind in ihrer Lebensqualität deutlich eingeschränkt. Je früher Nervenschmerzen der Haut therapiert werden, desto besser ist die Prognose. Wird der Schmerz chronisch, gestaltet sich die Behandlung schwierig. Der wichtigste Therapieansatz zielt auf die zugrunde liegende Erkrankung. So kann die notwendige Behandlung medikamentös erfolgen, wenn es zum Beispiel darum geht, einen Diabetes mellitus Patienten exakt einzustellen. Ist ein Nerv eingeengt, können die Nervenschmerzen in vielen Fällen mit einer Operation behoben werden. Das Karpaltunnelsyndrom ist hier ein gutes Beispiel.

Medikamentöse Therapie

Ist die Grunderkrankung nicht behandelbar, erfolgt die Behandlung von Nervenschmerzen unter der Haut individuell. Jeder Patient spricht auf andere Maßnahmen an und kann nicht nach einem festgelegten Schema behandelt werden. Für die Basistherapie stehen Medikamente wie Natriumkanalblocker, trizyklische Antidepressiva und langwirksame Opiate zur Verfügung. Kombinationen untereinander sind möglich. Bis die medikamentöse Therapie Erfolg zeigt, können mehrere Wochen vergehen. Der Patient braucht etwas Geduld. Gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol zeigen bei Nervenschmerzen keine Wirkung.

Andere Therapieverfahren

Auf dem Gebiet der Schmerztherapie existieren viele weitere Behandlungsmöglichkeiten, die Patienten angeboten werden können und deren Wirksamkeit individuell beurteilt werden muss. Krankengymnastik korrigiert gestörte Bewegungsabläufe und kann auf diesem Weg Schmerzen lindern. Komplementäre Therapieverfahren wie Homöopathie und Akupunktur sind für viele Patienten eine weitere Option.

Reduzieren Medikamente die Nervenschmerzen nicht ausreichend, wenden Mediziner gerne elektrische Nervenstimulation an. Über die Haut per aufgeklebtem Patch als TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) oder direkt im Rückenmark mittels eingepflanzter Elektrode. Die Stärke der Therapie ist individuell regulierbar. Betreut durch einen erfahrenen Schmerzspezialisten, haben viele Patienten eine realistische Aussicht auf Besserung ihres Zustandes oder sogar auf Schmerzfreiheit. Nur Geduld müssen die Betroffenen mitbringen.

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die Inhalte unseres Nervenschmerz-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem approbierten Arzt.