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Nervenschmerzen nach Bandscheibenvorfall

Zuletzt aktualisiert am: 22.03.2016 13:16:05
Nervenschmerzen nach Bandscheibenvorfall

Fast jeder Mensch hat sie hin und wieder – die Rede ist von Rückenschmerzen. Oft verschwinden sie von selbst wieder und es wird gar nicht erst nach der Ursache geforscht. Gerade wenn die Schmerzen aber sehr stark sind und vom Bein bis zum Fuß ausstrahlen, kann ein Bandscheibenvorfall dahinterstecken. Neben den häufig vorkommenden Schmerzen im unteren Rücken und im Bereich der Lendenwirbelsäule können auch Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall entstehen. Häufig treten diese Nervenschmerzen im Bein nach einem Bandscheibenvorfall auf, wodurch die Beweglichkeit eingeschränkt werden kann. Wenn konservative Therapiemethoden versagen, hilft oftmals nur noch eine Operation, um die Nervenschmerzen im Bein nach einem Bandscheibenvorfall zu beheben.

Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben dienen als Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Sie sind außen von einem Ring aus Faserknorpel umgeben, im Inneren beherbergen sie einen Gallertkern, der wie ein Gelkissen funktioniert. Falls der Gallertkern den Faserring durchbricht, kommt es zu einem Bandscheibenvorfall, in der Fachsprache auch Bandscheibenprolaps genannt. Wenn der Bandscheibenvorfall auf Nervenwurzeln drückt, können Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall entstehen. Diese äußern sich oft als Nervenschmerzen im Bein nach einem Bandscheibenvorfall. Die Bandscheibe drückt dann auf die Lendenwirbel und reizt dabei die Nerven. Dadurch kann es zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln und Lähmungserscheinungen im Bein kommen. Typische Symptome bei einem Bandscheibenvorfall:

  • Taubheitsgefühle und/oder Kribbeln
  • Rückenschmerzen, die in eine oder beide Gesäßhälften ausstrahlen
  • Schmerzen, die in Bein und Fuß ausstrahlen. Besonders bekannt ist hier der Ischiasschmerz, der umgangssprachlich als Hexenschuss bekannt ist.
  • Manchmal auch Ausstrahlungen der Schmerzen in die Leisten oder in den Unterbauch.
  • Verstärkung der Schmerzen bei Niesen, Husten oder Pressen

Ein Bandscheibenvorfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Mit dem Alter nimmt die Elastizität der Bandscheiben immer mehr ab, sodass ältere Menschen leichter einen Bandscheibenvorfall bekommen. Aber auch junge Menschen kann es treffen, denn schweres Heben, Übergewicht, mangelnde Bewegung und ständiges Sitzen gelten ebenso als Risikofaktoren.

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Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall behandeln

Die Behandlung von Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall erfolgt in den meisten Fällen erst durch konservative Methoden. Das bedeutet, es wird nicht sofort operiert, sondern durch medikamentöse und physikalische Maßnahmen versucht, die Schmerzen zu lindern. Konservative Therapiemethoden nach einem Bandscheibenvorfall:

  • Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente zum Einnehmen: Falls diese nicht ausreichen, kann der Arzt auch Medikamente zur örtlichen Betäubung spritzen.
  • Wärme: Durch sie wird die Durchblutung angeregt. Verspannte Muskeln lockern sich. Möglich sind zum Beispiel Moor- und Fangopackungen oder Rotlicht.
  • Entlastungshaltung: Bei der sogenannten Stufenlagerung legt der Patient die Unterschenkel im rechten Winkel auf einen Würfel. Dadurch werden die gereizten Nerven entlastet.
  • Physiotherapie: Krankengymnastische Übungen helfen, die Rückenmuskulatur aufzubauen. Auch Massagen oder bestimmte Bewegungstherapien wie etwa Aqua-Gymnastik können hilfreich sein.

Erst, wenn all diese Maßnahmen nicht helfen, die Nervenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall zu beseitigen, wird eine Operation in Erwägung gezogen.

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Warum habe ich Nervenschmerzen im Bein nach einem Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Denn unternimmt man nichts gegen die Erkrankung, bleibt es oft nicht bei Nervenschmerzen im Bein nach einem Bandscheibenvorfall. Drückt eine Bandscheibe auf Dauer auf die Nervenwurzel, kann das schwere Nervenschädigungen nach sich ziehen. Anhaltende Lähmungserscheinungen und Muskelschwäche sind möglich. Außerdem kann der Schmerz chronisch werden und der Körper ein Schmerzgedächtnis ausbilden. Selbst nach Abklingen der Schmerzen wären diese dann noch spürbar. In seltenen Fällen führen die Nervenschädigungen auch dazu, dass Blase und Darm in ihrer Funktionstüchtigkeit eingeschränkt sind. In solchen Fällen kann meist nur noch eine Operation helfen.

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