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Nervenschmerzen am ganzen Körper: Ursachen & Behandlung

Zuletzt aktualisiert am: 24.06.2016 12:25:34
Nervenschmerzen am ganzen Körper: Ursachen & Behandlung

Sind mehrere Nerven betroffen, sprechen Mediziner von einer Polyneuropathie. Hier liegt meist eine Grunderkrankung wie Diabetes mellitus vor. Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, können viele unterschiedliche Ursachen haben. Außer Stoffwechselerkrankungen sind zum Beispiel auch Verletzungen oder Infektionen mögliche Auslöser für Nervenschmerzen am ganzen Körper. Die Behandlung ist vielschichtig und bei vielen Patienten nur als Kombinationstherapie effektiv.


Nervenschmerzen brennen wie Feuer oder kribbeln wie Ameisen

Der Schmerz kommt unerwartet und lässt sich in vielen Fällen nicht unmittelbar einem Auslöser zuordnen. Patienten, die an Nervenschmerzen des ganzen Körpers leiden, berichten von stechenden oder brennenden Empfindungen unterschiedlicher Intensität und Dauer.

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Nervenschmerzen im ganzen Körper und ihre Ursachen

Ist ein Nerv an einer oder an mehreren Stellen in der Peripherie geschädigt, leitet er Schmerzen an das Gehirn weiter. Befindet sich der Erkrankungsherd im Gehirn oder Rückenmark, folgt das Schmerzempfinden dem gleichen Prinzip. Der Arzt hat nun die schwierige Aufgabe, die zutreffende Diagnose zu stellen. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel:

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Behandlung von Nervenschmerzen

Schmerzen quälen und schränken die betroffenen Patienten in ihrem Alltag erheblich ein. Ein rechtzeitiger Therapiebeginn kann die Prognose verbessern. Denn ist die Symptomatik erst chronisch, wird die Behandlung immer schwieriger. Wo der Arzt mit der Therapie ansetzt, hängt in erster Linie von der Grunderkrankung ab. Bei einem Diabetes mellitus wird zum Beispiel medikamentös behandelt, während ein Bandscheibenvorfall operativ angegangen wird.

Die Therapie mit Medikamenten

Hat ein Patient am ganzen Körper Nervenschmerzen, sind Schmerzmittel ein wichtiger Bestandteil der Basistherapie. Für jeden Fall wird individuell das passende Konzept zusammengestellt. Bei einer nicht therapierbaren Ursache der Schmerzen greifen Spezialisten auf langwirksame Opiate, trizyklische Antidepressiva und Wirkstoffe, die den Natriumionenkanal blockieren, zurück. Auch eine Mehrfachtherapie ist möglich. Der Eintritt der Wirkung kann allerdings dauern. Dass mehrere Wochen bis zur Symptomfreiheit vergehen, ist keine Seltenheit. Bekannte Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen sind bei Nervenschmerzen wirkungslos.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Die Schmerztherapie bietet einen großen Umfang an Therapieoptionen, die jeder Patient für sich persönlich testen muss. Nervenschmerzen ziehen zum Beispiel muskuläre Verspannungen nach sich, die mittels Physiotherapie behandelt werden können. Zahlreiche positive Erfahrungsberichte legen Akupunktur und Homöopathie nahe. Die Behandlungsmethoden aus der Komplementärmedizin sind zudem nebenwirkungsarm. Der nächste Schritt, in Kombination mit Medikamenten, ist die elektrische Nervenstimulation. Hierzu werden Elektroden als Patches auf die Haut aufgeklebt oder in das Rückenmark eingepflanzt. Die Regulation erfolgt stufenlos. So kann Patienten mit unterschiedlich stark ausgeprägten Schmerzen geholfen werden. Die Therapie von Nervenschmerzen erfordert viel Geduld bei Arzt und Patient. Dennoch lohnt sich der Weg, um eine Linderung der Schmerzen oder sogar Schmerzfreiheit zu erreichen. Ein unbeeinträchtigter Alltag ist es wert.

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die Inhalte unseres Nervenschmerz-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem approbierten Arzt.