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Nervenschmerzen infolge von Stress: Symptome, Diagnose, Behandlung

Zuletzt aktualisiert am: 24.06.2016 12:42:29
Nervenschmerzen infolge von Stress: Symptome, Diagnose, Behandlung

Für das Auftreten von Nervenschmerzen bzw. Neuralgien kommen vielfältige Ursachen infrage. In der Regel sind sie durch eine Schädigung der peripher im Körper verlaufenden Nerven bedingt. Sie können beispielsweise durch heftigen Druck entstehen, wie bei einem Bandscheibenvorfall, oder durch Verätzungen, Entzündungen und Strahlung. Ebenso gehören Stoffwechselstörungen wie Fettsucht oder Diabetes mellitus zu den Auslösern. Weniger häufig, aber nicht minder schmerzhaft, ist eine Neuralgie durch Stress.

 

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Symptome für Nervenschmerzen durch Stress

Neuralgien machen sich oftmals durch plötzliche, reißende Schmerzen im Versorgungsgebiet der jeweiligen Nerven bemerkbar. Ist der Trigeminusnerv betroffen, können bereits Bewegungen wie Zähneputzen, Kauen oder Sprechen blitzartig einschießende Schmerzen in einer Gesichtshälfte verursachen, die zwar nur wenige Sekunden andauern, sich dafür jedoch alle paar Minuten wiederholen. Typisch für die Interkostalneuralgie, eine Reizung der Nerven zwischen den Rippen, ist ein vom Rücken in die Brustregion ausstrahlender Schmerz, der zum Teil schon beim Atmen auftritt. Gereizte Halsnerven äußern sich durch Beschwerden in Schultern und Armen. Als häufigste Neuralgie gilt die Ischialgie, die, wie der Name bereits vermuten lässt, den Ischiasnerv betrifft. Hierbei strahlen die Schmerzen von der Lendenwirbelsäule über die Rückseite des Oberschenkels bis in die Kniekehle aus.

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Diagnose und Verlauf von Neuralgien durch Stress

Oft wird die Diagnose einer Neuralgie erschwert, weil nicht immer eindeutig erkennbar ist, dass es sich um Nervenschmerzen handelt. In vielen Fällen geben die Patienten stechende, teilweise klopfende Schmerzen an, mit denen auch zuckende Muskelbewegungen verbunden sein können. Neuralgien durch Stress lassen sich jedoch anhand umfassender neurologischer Tests nachvollziehen. Bei der Diagnostik bezieht sich der Nervenarzt auf eine Untersuchung der Reizbarkeit der Nerven und der sogenannten Nervenleitgeschwindigkeit mithilfe von niedrig dosiertem elektrischem Strom. Von Vorteil ist es, wenn die Nervenschmerzen durch Stress bereits im Anfangsstadium diagnostiziert werden, da sie unbehandelt an Intensität stark zunehmen und wesentlich häufiger auftreten und damit zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität führen können.

Behandlung einer Neuralgie durch Stress

Auch wenn die Diagnose nicht ganz einfach ist, kann die anschließende Therapie rasch Linderung bringen. Die Behandlung stützt sich dabei auf mehrere Standbeine. Mit rein schulmedizinischen Verfahren lassen sich Nervenschmerzen durch Stress oder andere Ursachen indes häufig nur unzureichend und selten langfristig erfolgreich in den Griff kriegen. Zur Reduzierung der Schmerzhaftigkeit kommen gut dosierbare Analgetika zum Einsatz. Diese werden unterstützt durch verschiedene Psychopharmaka, insbesondere Antidepressiva. Ebenfalls typisch für die Behandlung von Neuralgien durch Stress sind Antiepileptika. Daneben haben sich folgende Maßnahmen bewährt:

  • homöopathische Verfahren
  • Akupunktur
  • Osteopathie
  • TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)
  • gezielt gesetzte Injektionen
  • auf Akupressur und Entspannungstechniken beruhende Behandlungsmethoden
  • verhaltensmedizinische Übungen

Insbesondere bei Nervenschmerzen durch Stress gilt es außerdem, die auslösenden Faktoren zu erkennen und dauerhaft zu beseitigen. Neben wirksamen Entspannungstechniken kann vor allem die Veränderung von Verhaltensweisen und eines eingefahrenen Lebenswandels eine erhebliche Besserung bringen und zukünftigen Schmerzattacken vorbeugen. Ebenso empfiehlt es sich, auf gesundheitsschädigende Genussmittel wie Nikotin und Alkohol zu verzichten.

Risiken und Folgen durch dauerhaften Stress

Die Symptome, die infolge chronischen Stresses auftreten, sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Während dem Einen die Überbelastung auf den Magen schlägt, bekommt der Nächste Herzbeschwerden oder andere Probleme. Neben den Nervenschmerzen durch Stress können sich durch eine dauerhafte Anspannung auch folgende Krankheitszeichen bemerkbar machen:

  • Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • Störungen des Magen-Darm-Traktes
  • Heißhunger oder Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Hautirritationen, Allergien
  • Konzentrationsstörungen, Wortfindungsprobleme, Denkblockaden, Vergesslichkeit
  • Muskelkrämpfe, unkontrollierbare Zuckungen
  • Nervosität, Ruhe- und Rastlosigkeit
  • Antriebslosigkeit, chronische Müdigkeit
  • Schluckbeschwerden, Zähneknirschen, Nägelkauen
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die Inhalte unseres Nervenschmerz-Ratgebers dienen ausschließlich Ihrer Erstinformation und sollten keinesfalls die Diagnose und Therapie Ihres Haus- oder Facharztes ersetzen. Bitte besprechen Sie jegliche (Selbst-)Medikation mit einem approbierten Arzt.