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Nervenschmerzen – Arme und Beine | Ursachen & Behandlung

Zuletzt aktualisiert am: 22.03.2016 17:18:59
Nervenschmerzen – Arme und Beine | Ursachen & Behandlung

Nervenschmerzen in Armen und Beinen gehören in den Formenkreis der Neuralgien, wie sie der Mediziner fachbegrifflich bezeichnet. Eine zervikale Neuralgie („Zervix“: Hals) betrifft die Arme, eine lumbale Neuralgie („Lumbus“: Lende) meint entsprechende Beschwerden in den Beinen. Die Benennung erfolgt meist nach dem betroffenen Nerven. Bekannt ist hier die Ischialgie („Hexenschuss“), wenn der Ischias-Nerv im Rahmen eines Wirbelsäulenproblems angegriffen ist. Daneben liegen viele weitere Ursachen den Nervenschmerzen in Armen und Beinen zugrunde. Entsprechend breit ist auch das Spektrum der Therapien und Prophylaxe-Maßnahmen.

Viele Ursachen – heftige Symptome

Nervenschmerzen in den Armen oder Beinen sind wie alle Neuralgien äußerst heftig und quälend. Dazu können noch Empfindungsstörungen, Kribbeln („Eingeschlafene Füße“), Taubheit und Lähmungen auftreten. Der Neurologe beginnt dann mit der oft schwierigen Ursachenforschung. Er orientiert sich dabei an folgender Kausal-Klassifizierung:

  • Mechanisch bedingt: Verletzungen beschädigen die Nerven direkt oder Druck führt zu Beeinträchtigungen der Reizleiter, wie dies beim Bandscheibenvorfall auftritt. Dauernde Fehlhaltungen können ebenfalls ungünstigen Druck auf Nerven ausüben.
  • Metabolisch bedingt: Ein gestörter Stoffwechsel („Metabolischer Stoffwechsel“: Der Nährstoff abbauende Stoffwechsel) schädigt Nerven durch Unterversorgung mit Nährstoffen. Bekannt ist hier der Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Im weitesten Sinne zur metabolisch bedingten Neuralgie zählen auch Durchblutungsstörungen. Hier stellt vor allem Sauerstoffmangel ein Problem dar.
  • Infektiös bedingt: Der Befall mit Viren oder Bakterien führt zur Nervenentzündung. Beispiel für eine virale Ansteckung ist die Gürtelrose („Herpes Zoster“). Die Borreliose ist eine durch Zeckenbisse übertragene Infektion mit Bakterien (Hier: Spirochäten).
  • Toxisch bedingt: Die Neuralgie beruht auf einer Vergiftung („Toxisch“: abgeleitet von „Toxon“: Pfeil). Nikotin ist hier ein möglicher Faktor, noch gravierender wirkt sich chronischer Alkoholmissbrauch aus. Daneben sind Schwermetall-Intoxikationen (besonders Blei) für neurologische Schäden bedeutsam.

Nervenschmerzen in den Armen und Beinen sind in der Praxis oft mehreren dieser Ursachen zuzuordnen. Schmerzen veranlassen den Patienten zu Körperfehlhaltungen, die Neuralgien ihrerseits begünstigen. Alkohol vergiftet Nerven nicht nur direkt, sondern führt auch zu Vitaminmangel (B-Gruppe) und löst damit auch ein metabolisches Problem aus.

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So vielfältig die Ursachen sind, so zahlreich auch die Therapien

Die oft heftigen Nervenschmerzen der Arme und Beine veranlassen jeden Patienten zum Arztbesuch. Zunächst können Analgetika (Schmerzmittel) die Beschwerden lindern, zeitgleich soll die diagnostische Ursachenklärung eine Therapiewahl ermöglichen. Liegt ein orthopädisches Problem vor, stellt sich die Frage, ob konservativ (Physiotherapie) oder operativ behandelt werden soll. Stoffwechselerkrankungen erfordern meist eine lebenslange Therapie mit Diäten, Medikamenten oder Injektionen (Insulin bei Diabetes). Ist eine akute Infektion nachgewiesen, verordnet der Arzt Antibiotika oder Virostatika. Bei Intoxikationen ist eine entsprechende Entgiftung angezeigt, ferner muss die auslösende Exposition des Patienten künftig vermieden werden. Dies kann bei Alkoholismus auch eine Psychotherapie notwendig machen.

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Die Nerven brauchen Unterstützung

Bei Nervenschmerzen in Armen und Beinen stehen in jedem Fall die Nerven unter extremem Stress, gleich welche Grunderkrankung zugrunde liegt. Besonders bei Intoxikationen erfolgt daher eine länger andauernde unterstützende Therapie mit Vitaminen (B-Gruppe). Daneben kann eine reiche Versorgung mit Mineralien sinnvoll sein.

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