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Mittel gegen Nervenschmerzen | Übersicht & Tipps

Zuletzt aktualisiert am: 24.06.2016 13:01:01
Mittel gegen Nervenschmerzen | Übersicht & Tipps

Nervenschmerzen sind seltener als normale Schmerzen und werden von anderen Faktoren ausgelöst. Bei gewöhnlichen Schmerzen melden Schmerzsensoren Auslöser wie Entzündungen oder Hitze ans Gehirn. Neuralgien treten hingegen auf, wenn die Nervenfasern selbst Schaden genommen haben. In diesem Fall erfolgt die Weiterleitung ans Hirn oft ohne nachvollziehbaren Grund und zum Teil ohne Unterlass. Da bei dieser Art von Beschwerden herkömmliche Schmerztabletten kaum Linderung bringen, kommen spezielle Mittel gegen die Nervenschmerzen zum Einsatz.

Allgemeine Symptome und Diagnose von Nervenschmerzen

Schmerzen stellen das Symptom einer Erkrankung dar, zeigen jedoch oftmals nicht deren wirklichen Auslöser an. Daher erfordert eine adäquate Therapie zunächst das Feststellen der jeweiligen Ursachen. Wichtige Faktoren bei der Diagnosefindung sind die Schmerzintensität, die Schmerzlokalisation, die Charakteristik und die Veränderungen der Nervenschmerzen. Beschädigte Nervenfasern können sich sowohl in lokalen als auch in diffusen Schmerzen äußern. Als typisch für alle Formen von Nervenschmerzen gelten anfallartig einschießende Schmerzattacken, brennende Spontanschmerzen und durch äußere Reize ausgelöster Schmerz. Zu den charakteristischen Krankheitsbildern zählen:

  • Kribbeln,
  • Ameisenlaufen,
  • Stechen,
  • Pelzigkeit,
  • Elektrisieren,
  • taubes Gefühl,
  • das Fehlen des Temperaturempfindens,
  • unangenehmer Druck,
  • schmerzlose Wunden

Mit der Zeit gehen sowohl die normalen Reflexe als auch die Muskelkraft verloren. Wunden heilen schlechter, da der Betroffene sie nicht registriert. Da schmerzhafte Vorboten von Krankheiten kaum noch bemerkt werden, beginnt die Behandlung häufig erst spät oder sogar zu spät. Wer glaubt, unter einer Neuralgie zu leiden, sollte daher nicht erst lange versuchen, seine Nervenschmerzen mit Hausmitteln in den Griff zu bekommen, sondern möglichst früh medizinische Hilfe suchen. Trotz oder gerade wegen der vielfältigen Krankheitsbilder ist die Diagnose von Nervenschmerzen nicht einfach. Üblicherweise stützt sie sich auf die Krankengeschichte des Patienten, auf die im Rahmen einer neurologischen Untersuchung festgestellte charakteristische Hautsensibilität und den objektiven Nachweis einer Nervenerkrankung oder -verletzung durch bildgebende Verfahren oder die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.

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Mittel gegen Nervenschmerzen: welche helfen?

In der Regel sind bei einer Neuralgie Hausmittel, die sich bei normalen Schmerzen bewährt haben, wirkungslos. Das Gleiche gilt für gängige Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen oder Paracetamol. Als Erfolg versprechend gelten hingegen Opioide und Medikamente, die sonst bei Epilepsie und Depression zur Anwendung kommen, in entsprechender Dosierung jedoch auch schmerzlindernd wirken. Häufig ist eine Kombination verschiedener Arzneimittel sinnvoll, da diese unterschiedliche Orte der Schmerzentstehung angreifen, beispielsweise spezielle Rezeptoren. Eine allgemeingültige Schmerztherapie gibt es ebenso wenig wie ein effektives Nervenschmerzen Hausmittel. Die Mittel gegen Nervenschmerzen müssen für jeden Patienten individuell eingestellt werden, was sowohl von diesem als auch vom Arzt viel Geduld erfordert.

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Nicht medikamentöse Behandlungsformen bei Nervenschmerzen

Obwohl es kaum kontrollierte Studien zu nicht medikamentösen Verfahren und Hausmitteln für die Behandlung neuropathischer Schmerzen gibt, kommen diese oftmals in der Praxis ergänzend zu anderen Medikamenten zum Einsatz. So profitieren manche Patienten von warmen Fußbädern, während sich bei anderen eher Kälte als schmerzlindernd erweist. Bei Parästhesien der Füße sind gegebenenfalls Zweizellenbäder hilfreich. Einigen Betroffenen hilft die transkutane elektrische Nervenstimulation. Auch die elektrische Stimulation des Rückenmarks (SCS) kann eine Besserung bringen, jedoch ist bei dieser invasiven Methode eine strenge Indikation notwendig.

Medizinische Risiken beim Versuch, eine Neuralgie mit Hausmitteln zu behandeln

Generell sollte die Behandlung neuropathischer Schmerzen möglichst früh und unter Einbeziehung körperlicher und seelischer Aspekte beginnen. Zu versuchen, die Nervenschmerzen mit Hausmitteln in den Griff zu kriegen, ist in der Regel nicht von Erfolg gekrönt und nimmt nur kostbare Zeit in Anspruch. Erfolgt die Therapie zu spät, kann sich bereits ein Schmerzgedächtnis ausgeprägt haben, wodurch die Behandlung zusätzlich erschwert wird.

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